Freitag, 27. September 2013

Ein Monat in Südafrika


Hallo!
 
Heute vor vier Wochen hat mich meine Familie zum Flughafen gefahren, wo ich mich mit Tränen verabschiedet habe, um in ein unbekanntes Land zu fliegen und Leute zu treffen, die ich gar nicht kenne.

Ich kann euch sagen- innerhalb von vier Wochen kann so viel passieren! Ich habe mich in ein Land verliebt, dass ich im ersten Moment gar nicht so toll fand. Unser ganzes DTS Team ist eine Familie geworden und ich habe echt tolle neue Freunde. Außerdem hat Gott sehr viel in mir gearbeitet und ich bin überwältigt von dem, was Er mir Stück für Stück über sich, aber auch über mich zeigt!

Wie im letzten Update erwähnt gehen wir donnerstags zu dem Feeding Programm in Dwaleni:

Dieser Tag ist einer der stressigsten Tage überhaupt, weil wir von einem „Programmpunkt“ zum nächsten fahren, aber es ist definitiv einer der besten Tage! Insgesamt haben wir drei Stunden in Dwaleni, in denen wir dort mit den Kindern spielen bzw. ihnen einfach Liebe entgegenbringen! Als wir das letzte Mal da waren hat mich das sehr getroffen, wie sehr diese Kinder nach Liebe suchen- von Anfang an hatte ich einen kleinen Jungen namens Lifa um mich herum, der die ganze eigentlich nur gedrückt werden wollte, und wenn ich meine Arme um ihn gelegt habe, hat er sie immer fester an sich gedrückt. Wir haben nicht viel geredet, was auch gar nicht notwendig war, weil er einfach nur Nähe gesucht hat.
Es ist eine so große Bereicherung und ein riesen Segen bei den Feeding Programms zu helfen, weil man sehr viel Freude sieht und einfach praktisch dienen kann. Ich liebe diese Tage!!!

Sonntags ist der zweite anstrenge Tag, und mein zweiter Lieblingtag:

Sonntags besuchen wir morgens die Gemeinde in der Community namens Mbonisweni, was echt viel Spaß macht! Neben den Kindern, die immer um einen herumschwirren, wird laut gesungen und es ist eine riesen Freude in dem Raum!
Nach der Gemeinde gehen wir dann zu den uns zugeteilten Familien (wie ich letztes Mal erwähnt habe). Ich bin mit Lafo (DTS Staff) in einem Team und wir besuchen sonntags die Familie von Lucricia. Als wir das erste Mal zu ihr gelaufen sind und dann das Haus gesehen haben, waren wir sehr erstaunt. Es ist ein „schönes“ Haus mit vielen Möbeln und einem Fernseher (der auch direkt angeschaltet wurde, als wir rein kamen). Ich freue mich mittlerweile auf die nächsten Monate und auf die Beziehungen, die im Moment entstehen!

Heute ist nicht nur mein Ein- Monat-Jubiläum, sondern es gibt auch noch eine andere spannende Ankündigung: Wir haben heute unsere Outreach Ziele gesagt bekommen, und ich freue mich sehr darüber! Die Länder sind Swasiland und Uganda!
Uganda ist wirklich mein Favorit gewesen und habe dieses Land in den letzten Wochen sehr auf dem Herzen gehabt- Gott ist echt gut!!
Der Grund, warum wir schon so früh über unsere Ziele Bescheid wissen, ist, dass viele aus dem DTS Team kein Geld haben, um die Outreachzeit zu bezahlen, und somit die Möglichkeit bekommen, Leute zu kontaktieren etc.
Ich bin sehr dankbar, dass Gott mir schon vorher das Geld zur Verfügung gestellt hat, was ich für die Outreachzeit brauchen werde, allerdings gibt es mehrere in unserem Team, die kein Geld haben.
 Hiermit möchte ich euch als meine Unterstützer bitten, mit dafür zu beten, dass jeder mit zum Outreach kann! Wenn Gott euch aufs Herz legt, die Outreachzeit finanziell zu unterstützen, fühlt euch frei mich zu kontaktieren, damit ich euch meine Kontodaten schicken kann. Ich würde gerne die Möglichkeit haben die anderen aus dem Team, die kein Geld haben, zu unterstützen.

Vielen Dank, dass ihr hinter mir steht und mich in dem unterstützt, was ich mache! Das bedeutet mir sehr viel.
 
Lucricia, Livia, Lafo, Limptandile und ich
 

das ist die Gemeinde
 

Jugendgottesdienst in Mbonisweni
 
 

In IHM verbunden!

Ida
 
 

Samstag, 14. September 2013

Siabonga Jesu!


(Danke Jesus in Siswati(aber ich bin mir nicht sicher wie man es schreibt :))
Eine super herausfordernde, witzige und gesegnete Woche geht vorbei.

Am vergangenen Montag hat die“ richtige Schulphase“ unseres DTS, mit dem Thema „learning how to live a life of worship“ (lernen, wie man ein Leben in Anbetung lebt), angefangen, und es war echt super gut:
„Anbetung ist meine Antwort auf das, was Gott für mich getan hat. Er hat alles für mich gegeben- wie könnte ich da irgendetwas zurückhalten? Gib Gott ALLES!“

Am Donnerstag sind wir als DTS Team mit allen Mitarbeitern nach Dwaleni gefahren, um bei der wöchentlichen Essensausgabe zu helfen (Wir werden ab jetzt auch jede Woche dabei sein).
Direkt nachdem die Kinder der Community Dwaleni Schulschluss haben, kommen sie  zu dem Ort der Essensausgabe gestürmt, sodass in kürzester Zeit ca. 300 Kinder auf einem kleinen Gelände versammelt sind, um zu spielen, Liebe zu empfangen aber hauptsächlich um zu essen! Der Hunger der Kinder ist groß, genauso wie die Not, die man in den meisten Augen sehen kann. Was mich sehr getroffen hat, ist, dass alle Kinder am ganzen Körper sichtbare Narben haben, die auf tiefe Verletzungen hinweisen! Wir wurden vorher schon „vorgewarnt“, dass es sehr viel Gewalt in den Familien gibt, aber das dann auch zu sehen (auch wie die Kinder miteinander umgehen) ist sehr schlimm.
Aber trotzdem hat der Tag dort sehr viel Spaß gemacht! Schon als das Auto mit den vielen weißen Leuten  vorgefahren ist, kamen alle Kinder angerannt, um uns zu begrüßen. Die ganze Zeit hatte ich mindestens zwei Kinder an mir, die in meinen Haaren gespielt haben oder einfach nur Berührungen haben wollten. Die Sehnsucht nach Liebe und Berührung ist super groß, und es ist echt schön zu sehen, wie man die Kinder mit so wenig zum Strahlen bringen kann!
Für die Essensausgabe war ich in der „Küchenschlange“ eingeteilt, in der wir die Teller für die Kinder fertig gemacht haben. Und ich kann euch sagen! Mit 5 Afrikanern und 3 Weißen in einem super kleinen Raum- das bedeutet Spaß, Gesang und Lautstärke! Ich liebe es, dass die Afrikaner immer singen und tanzen- und genau so war es auch da. Es hat echt super viel Spaß gemacht!

Morgen werden nach der Gemeinde in Gruppen à zwei Leute eingeteilt, um dann in eine uns zugeteilte Familie aus der Gemeinde zu gehen (was wir jetzt jeden Sonntag machen, um Beziehungen zu den Einheimischen aufzubauen).
Bitte bitte betet! Ich habe ein bisschen Angst davor, weil wir die Sprache hier überhaupt nicht kennen und auch die Armutsverhältnisse die wir da antreffen werden noch nie erlebt haben. Das ist eine echt große Herausforderung für mich, aber ich bin auch sehr gespannt wie das wird und was Gott tun wird!

Ich kann mittlerweile wirklich sagen, dass ich es liebe hier zu sein und mich auf die kommenden Monate freue!
Danke für eure Gebete und dafür, dass ihr somit den geistlichen Kampf mit kämpft!!

In IHM verbunden,
Ida

P.S. Bilder kommen beim nächsten mal :)

Donnerstag, 5. September 2013

Fast eine Woche Afrika :)


Hallo an alle zu Hause!

 

Das hier ist mein erster Blogeintrag aus Südafrika!

Ich bin jetzt sechs Tage hier und inzwischen kann ich auch sagen, dass ich sehr sehr dankbar dafür bin! Die ersten zwei Tage waren nicht so toll, weil mein Herz noch zu Hause war und nicht hier sein wollte. Aber Gott hat mir klar gemacht, dass ich jetzt hier bin und das nutzen sollte. ER hat mir seine Freunde gegeben und ich genieße jeden Tag.

Diese Woche haben wir DTS- Studenten noch „Orientierungswoche“, was bedeutet, dass alles noch ziemlich anders ist, als der zukünftige Ablauf. Aber ich habe schon jetzt super viel gelernt! Gott spricht jeden Tag auf verschiedenste Arten und Weisen und es super cool, das mit anderen zu teilen!

Insgesamt sind wir 10 DTS- Studenten aus fünf verschiedenen Nationen: Südafrika, Brasilien, Finnland, USA und Deutschland. Hier treffen wirklich die verschiedensten Kulturen aufeinander! Auf der einen Seite gibt es die „awesome“ Amerikaner, die von allem begeistert sind, dann gibt es die „crazy“ Afrikaner, die immer Musik hören und tanzen (was sehr cool ist!!), genauso wie die Brasilianer, die sich sogar selber „crazy“ nennen, und dann gibt es noch die organisierte, deutsche Person, die alle jeden Tag überrascht, weil sie trotzdem bei allem mitmacht J

Heute waren wir in den Communities Mbonisweni und Dwaleni, wo Essensausgaben und andere Dinge stattfinden. Wir werden in den kommenden Wochen jeden Donnerstag bei einer Essensausgabe in Dwaleni dabei sein, worauf ich mich schon sehr freue! Die Kinder sind super und der Grund warum ich hier bin, ist, Gottes Liebe weiter zu geben, was die Kids da echt brauchen.

 

Hier sind noch ein paar erste Eindrücke aus meiner vorübergehenden Heimat!
 
 



 
Die Aussicht
 

 
Die Einfahrt zur Base
 

 
Sonnenaufgang
 

 
Willkommensparty