Montag, 27. Januar 2014

Gugu's Geschichte

 
 
 
 
Gugu ist ganz rechts



Als ich Gugu zum ersten Mal gesehen habe, hat mich ihre Schönheit total gefesselt. Die Freude in ihren Augen, das Lächeln und die unglaubliche Stimme haben mein Herz von der aller ersten Sekunde an berührt.
In dem Moment wusste ich nicht, dass ihr Vater vor fünf Jahren gestorben ist, und ihre Worte dazu „Ja, wir wurden alleingelassen“, sind. Ich wusste nicht, dass sich hinter der Freude, dem Lächeln und der Stimme ein täglicher Kampf gegen Unsicherheit für mehr Selbstbewusstsein verbirgt.
Es hat mir Tränen in die Augen getrieben, als ich angefangen habe zu begreifen, was es bedeutet, ein Leben mit dem ständigen Gefühl im Stich gelassen worden zu sein zu leben, und eine unfassbare Verantwortung für sich und die ganze Familie zu haben. Es gibt nie genug Geld, um sich auszusuchen was man als nächstes machen will, weil das Leben und die Umstände festlegen was als nächstes kommt.
All diese Umstände könnten Gugus Freude und positive Lebenseinstellung wegnehmen, aber stattdessen macht sie das Beste draus. Sie steckt mitten in einem Prozess zu verstehen, wie wertvoll, schön und geliebt sie ist; raus aus dem ständigen Gefühl verlassen worden zu sein.
Da diese junge Frau mit ganzem Herzen Gott dient und sich täglich dafür entscheidet Gutes für Ihn zu tun, ist ihr Lächeln ein wahres Lächeln und ihre Augen reflektieren die Freude, die sie hat. Wegen der Schönheit, die Gugu im Inneren aufbaut, indem sie versteht, wer sie in Gottes Augen ist, ist sie die Schönheit die sie ist.

Gugu ist ein lebendes Beispiel wie innere Schönheit uns schön macht, und wie die Hoffnung in Gott uns über all die Umstände um uns herum erhebt.
 
P.S. Der Name Gugu bedeutet kostbar/ wertvoll.

 

Rückblick auf die letzten zwei Monate


Ihr lieben Unterstützer!

Das DTS ist seit ein paar Tagen vorbei, was bedeutet, dass auch die Outreachzeit hinter mir liegt. Die letzten zwei Monate haben mich sehr herausgefordert, und mich einiges an Kraft gekostet, aber ich habe auch unglaublich viel gelernt und Gott hat mich durch all die Herausforderungen etc. wachsen lassen.
Ein Rat, den wir mit auf den Weg bekommen haben, war, dass wir keine Möglichkeit zu wachsen verstreichen lassen sollen.
Gott hat MEHR, aber es ist meine Entscheidung, ob ich bereit dazu bin, auch in dieses MEHR zu investieren. Also habe ich für „mehr“ gebetet, und war überrascht und überwältigt, dass Gott auch direkt Herausforderungen bereitstellt.


In Swasiland waren wir in unserer Zeit dort in drei verschiedenen Gemeinden, in denen wir jeden Abend Erweckungsgottesdienste gemacht haben.  Außerdem haben wir nachmittags Hausbesuche gemacht, um Familien zu ermutigen und ihnen von Gottes Liebe zu erzählen.
Um ehrlich zu sein mochte ich vorher Erweckungsgottesdienste gar nicht- ich wollte nicht drei Wochen lang jeden Abend entweder predigen, Zeugnis geben oder ein Drama vorspielen. Aber genau das haben wir gemacht und ich habe diese Zeiten echt schätzen gelernt und bin jetzt froh gepredigt zu haben!
Nur durch Herausforderungen kann man wachsen!

In Uganda war auch alles anders als wir es uns vorgestellt haben. Der Monat da war für mich persönlich super schwer und die erste Woche ein täglicher Kampf für eine gute Einstellung und gegen den Gedanken aufzugeben.
Alles was wir gemacht haben fand zwei Stunden später als geplant statt und ich musste einfach nach dem Motto „Go with the flow“ leben (Geh mit der Menge). Auch in Jinja haben wir nicht sehr viel mit Kindern gemacht, sondern haben stattdessen viel auf der YWAM Base geholfen und Tür- zu- Tür Evangelisation gemacht. Ich bin eher der praktische Typ und mag evangelisieren gar nicht so gerne-  besonders nicht von Tür zu Tür gehen, um dann im Wohnzimmer der Leute über Jesus zu reden. Aber Gott hat mich sehr überrascht! Gerade einer dieser Evangelisationstage war einer der besten Tage im ganzen Outreach, weil Gott stark gewirkt hat.
Uganda war eine sehr harte und anstrengende Zeit, aber auch eine sehr gute und von Gott gebrauchte Zeit. Am Anfang standen die vier Wochen da wie ein riesen Berg vor mir, aber im Nachhinein hat es sich auf jeden Fall gelohnt diesen Berg zu besteigen!
In der vergangenen Woche hatten wir dann unsere so genannte „Debrief- Woche“, in der wir auf unsere Outreach- und DTS Zeit zurückgeblickt haben, um nochmal zu sehen, was Gott getan hat.
Am Sonntag hatten wir dann unsere Graduation (unsere Abschlussfeier) und am Montag sind die ersten nach Hause geflogen.
Ich habe mich noch vor dem Outreach dazu entschlossen zwei Wochen länger hier in Südafrika zu bleiben, um ein bisschen zu entspannen, aber auch um die Zeit mit den Leuten hier auf der Base noch zu genießen.
Jetzt merke ich, dass es auf der einen Seite eine gute Entscheidung war, da ich die Zeit gut nutzen kann, um mich besser auf zu Hause vorzubereiten und das DTS besser zu verarbeiten, aber auf der anderen Seite ist es auch hart und ich freue mich schon riesig auf zu Hause! Am 01.Februar wird mein Flieger in Frankfurt landen. (Was nur noch 5 Tage sind!!)


Ich freue mich schon sehr wieder nach Hause zu kommen!
Liebste Grüße aus dem heißen Südafrika.

Ida



 
Ein Open Air Gottesdienst in Uganda
 
 

 
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