Freitag, 7. Februar 2014


Tandi steht links, Spiwe neben ihr;
die anderen beiden sind auch Witwen
 
 
 
Schulter an Schulter saßen wir mit 11 Leuten auf der Ladefläche des kleinen, alten Backies, als wir über die mit Schlaglöchern geprägte Staubstraße gefahren sind. Auch wenn es durch den starken Wind und das gehockel oft schwierig war, haben wir uns versucht mit den beiden strahlenden Frauen zu unterhalten, die uns am vergangenen Nachmittag bei Hausbesuchen begleitet haben. „Wie alt bist du und wie viele Kinder hast du?“. Tandi ist 43 Jahre alt und hat drei Kinder, lebt in einem kleinen runden Haus und hat ihr eigenes Feld zum Anbau von Mais etc. Spiwe ist 53, hat acht Kinder, außerdem Enkelkinder, um die sie sich kümmert, und ihren eigenen Anbau von verschiedenen Lebensmitteln. Nachdem wir uns ein bisschen unterhalten haben guckt mich Spiwe,  immer noch lächelnd, an und sagt:“ Ach übrigens, wir sind Witwen.“


WITWE- ein so geläufiges Wort in Swasiland! Noch nie zuvor ist mir so klar gewesen, was das eigentlich bedeutet. Für Spiwe bedeutet das, ihre acht Kinder alleine großzuziehen, und sich alleine um die Enkelkinder zu kümmern. Das Geld für Schulkleidung, Transport, Essen, Kleidung und und und muss auch irgendwo herkommen. Wenn man dann noch in einem armen Dorf in Afrika lebt, wo es kein fließendes Wasser und keinen Strom gibt, kommt noch mehr Arbeit dazu. Aber es geht nicht nur darum die Kinder mit materiellen Dingen auszustatten, sondern auch mit Liebe und Zuneigung!
Mit all diesen Informationen in meinem Hinterkopf bestaune ich, wie die beiden Frauen auf der Ladefläche des Backies uns bei dem Satz „Wir sind Witwen“ anlächeln können. Wie sie die Kraft dazu finden mit einer unglaublichen Lebensfreude die älteren Leute der Gemeinde zu besuchen, und mit großem Engagement Kindergottesdienst oder andere Aufgaben in der Gemeinde übernehmen.
Trotz all dem Leid, der großen Verantwortung und der vielen Arbeit, die die Witwen zu bewältigen haben, strahlen sie von innen heraus.

Wie beneidenswert trotz allem Lebensfreude, Hoffnung und Mut von Gott anzunehmen und das Leben für Ihn und Sein Reich zu leben.
 
 
 

Montag, 27. Januar 2014

Gugu's Geschichte

 
 
 
 
Gugu ist ganz rechts



Als ich Gugu zum ersten Mal gesehen habe, hat mich ihre Schönheit total gefesselt. Die Freude in ihren Augen, das Lächeln und die unglaubliche Stimme haben mein Herz von der aller ersten Sekunde an berührt.
In dem Moment wusste ich nicht, dass ihr Vater vor fünf Jahren gestorben ist, und ihre Worte dazu „Ja, wir wurden alleingelassen“, sind. Ich wusste nicht, dass sich hinter der Freude, dem Lächeln und der Stimme ein täglicher Kampf gegen Unsicherheit für mehr Selbstbewusstsein verbirgt.
Es hat mir Tränen in die Augen getrieben, als ich angefangen habe zu begreifen, was es bedeutet, ein Leben mit dem ständigen Gefühl im Stich gelassen worden zu sein zu leben, und eine unfassbare Verantwortung für sich und die ganze Familie zu haben. Es gibt nie genug Geld, um sich auszusuchen was man als nächstes machen will, weil das Leben und die Umstände festlegen was als nächstes kommt.
All diese Umstände könnten Gugus Freude und positive Lebenseinstellung wegnehmen, aber stattdessen macht sie das Beste draus. Sie steckt mitten in einem Prozess zu verstehen, wie wertvoll, schön und geliebt sie ist; raus aus dem ständigen Gefühl verlassen worden zu sein.
Da diese junge Frau mit ganzem Herzen Gott dient und sich täglich dafür entscheidet Gutes für Ihn zu tun, ist ihr Lächeln ein wahres Lächeln und ihre Augen reflektieren die Freude, die sie hat. Wegen der Schönheit, die Gugu im Inneren aufbaut, indem sie versteht, wer sie in Gottes Augen ist, ist sie die Schönheit die sie ist.

Gugu ist ein lebendes Beispiel wie innere Schönheit uns schön macht, und wie die Hoffnung in Gott uns über all die Umstände um uns herum erhebt.
 
P.S. Der Name Gugu bedeutet kostbar/ wertvoll.

 

Rückblick auf die letzten zwei Monate


Ihr lieben Unterstützer!

Das DTS ist seit ein paar Tagen vorbei, was bedeutet, dass auch die Outreachzeit hinter mir liegt. Die letzten zwei Monate haben mich sehr herausgefordert, und mich einiges an Kraft gekostet, aber ich habe auch unglaublich viel gelernt und Gott hat mich durch all die Herausforderungen etc. wachsen lassen.
Ein Rat, den wir mit auf den Weg bekommen haben, war, dass wir keine Möglichkeit zu wachsen verstreichen lassen sollen.
Gott hat MEHR, aber es ist meine Entscheidung, ob ich bereit dazu bin, auch in dieses MEHR zu investieren. Also habe ich für „mehr“ gebetet, und war überrascht und überwältigt, dass Gott auch direkt Herausforderungen bereitstellt.


In Swasiland waren wir in unserer Zeit dort in drei verschiedenen Gemeinden, in denen wir jeden Abend Erweckungsgottesdienste gemacht haben.  Außerdem haben wir nachmittags Hausbesuche gemacht, um Familien zu ermutigen und ihnen von Gottes Liebe zu erzählen.
Um ehrlich zu sein mochte ich vorher Erweckungsgottesdienste gar nicht- ich wollte nicht drei Wochen lang jeden Abend entweder predigen, Zeugnis geben oder ein Drama vorspielen. Aber genau das haben wir gemacht und ich habe diese Zeiten echt schätzen gelernt und bin jetzt froh gepredigt zu haben!
Nur durch Herausforderungen kann man wachsen!

In Uganda war auch alles anders als wir es uns vorgestellt haben. Der Monat da war für mich persönlich super schwer und die erste Woche ein täglicher Kampf für eine gute Einstellung und gegen den Gedanken aufzugeben.
Alles was wir gemacht haben fand zwei Stunden später als geplant statt und ich musste einfach nach dem Motto „Go with the flow“ leben (Geh mit der Menge). Auch in Jinja haben wir nicht sehr viel mit Kindern gemacht, sondern haben stattdessen viel auf der YWAM Base geholfen und Tür- zu- Tür Evangelisation gemacht. Ich bin eher der praktische Typ und mag evangelisieren gar nicht so gerne-  besonders nicht von Tür zu Tür gehen, um dann im Wohnzimmer der Leute über Jesus zu reden. Aber Gott hat mich sehr überrascht! Gerade einer dieser Evangelisationstage war einer der besten Tage im ganzen Outreach, weil Gott stark gewirkt hat.
Uganda war eine sehr harte und anstrengende Zeit, aber auch eine sehr gute und von Gott gebrauchte Zeit. Am Anfang standen die vier Wochen da wie ein riesen Berg vor mir, aber im Nachhinein hat es sich auf jeden Fall gelohnt diesen Berg zu besteigen!
In der vergangenen Woche hatten wir dann unsere so genannte „Debrief- Woche“, in der wir auf unsere Outreach- und DTS Zeit zurückgeblickt haben, um nochmal zu sehen, was Gott getan hat.
Am Sonntag hatten wir dann unsere Graduation (unsere Abschlussfeier) und am Montag sind die ersten nach Hause geflogen.
Ich habe mich noch vor dem Outreach dazu entschlossen zwei Wochen länger hier in Südafrika zu bleiben, um ein bisschen zu entspannen, aber auch um die Zeit mit den Leuten hier auf der Base noch zu genießen.
Jetzt merke ich, dass es auf der einen Seite eine gute Entscheidung war, da ich die Zeit gut nutzen kann, um mich besser auf zu Hause vorzubereiten und das DTS besser zu verarbeiten, aber auf der anderen Seite ist es auch hart und ich freue mich schon riesig auf zu Hause! Am 01.Februar wird mein Flieger in Frankfurt landen. (Was nur noch 5 Tage sind!!)


Ich freue mich schon sehr wieder nach Hause zu kommen!
Liebste Grüße aus dem heißen Südafrika.

Ida



 
Ein Open Air Gottesdienst in Uganda
 
 

 
Uganda
 
 

 
Swasiland
 
 

 
Uganda
 
 


Sonntag, 17. November 2013

Abenteuer Teil II steht vor der Tür


Hallo ihr Lieben!

Wir hatten unseren letzten Sonntag in Mbonisweni in der Gemeinde, unseren letzten Tag in Dwaleni bei der Essensausgabe und heute haben wir unseren letzten Tag auf der Base- Das bedeutet: MORGEN BEGINNT DAS ABENDTEUER OUTREACH!
Nach fast drei Monaten hier auf der Base packen wir alle unsere sieben Sachen (oder auch mehr
J), um alles, was wir gelernt haben, in die Tat umzusetzen und den Menschen in Swasiland und Uganda Gottes Liebe zu zeigen.
In Swasiland werden wir eine Woche auf einer YWAM Base verbringe, aber ich weiß noch nicht, was wir da machen werden…Danach geht weiter in den Bush Bush, wie wir hier immer sagen, wo wir mit einer Organisation von Pastor Fabio zusammenarbeiten werden. Der genaue Plan für die drei Wochen, die wir dort verbringen werden, ist noch nicht ausgearbeitet, aber es besteht die Möglichkeit in einem Krankenhaus zu helfen, Schulen zu besuchen und bei der Ausgabe von „Versorgungspaketen“ zu helfen, mit denen Leute ihre eigenen Sachen anbauen können etc. Wir haben in den vergangenen Wochen viele Dramen eingeübt, die wir an verschiedenen Orten aufführen werden und auch „lehren“ wird oft Teil unserer Arbeit sein. Außerdem werde ich (wahrscheinlich) eine Gitarre mitnehmen können, um Gott durch Lieder zu ehren und Leute damit zu erreichen. In den letzten Wochen konnte ich mich zwar schon ein bisschen darauf einstellen, aber das wird eine Herausforderung werden
J
Nach den vier Wochen in Swasiland machen wir uns dann am 16. Dezember auf den Weg nach Uganda, wo wir in Jinja auf der YWAM Base sein werden. Auch hier steht noch kein Programm für uns fest, aber ich glaube, dass wir dort viel mit Kindern arbeiten werden und Familien besuchen etc.
Mein Herz freut sich schon riesig auf Uganda, weil es mich da total hinzieht! Ich bin so gespannt, was Gott dort tun wird und wie Er uns da gebrauchen wird.
Für mich ist das alles super aufregend und eine große Herausforderung, weshalb ich euch gerne um Gebet bitten möchte. Der Teufel versucht alles, um uns an der Abreise zu hindern und es findet ein großer geistlicher Kampf statt:
-Finanziell (unser Outreach Budget ist sehr knapp und da zwei unserer Familienmitglieder nicht mitkommen werden, bedeutet das auch, dass manche Kosten, die vorher durch 12 geteilt wurden jetzt auf 10 verteilt werden müssen)
-Körperlich (wir sind alle müde, und merken die letzten drei Monate sehr)
-Geistlich

Wir werden in den kommenden zwei Monaten täglich ALLES geben (körperlich, geistlich, seelisch), wofür wir Euch als Rückendeckung brauchen! Ich möchte euch wirklich bitten, den Kampf mit uns zu kämpfen und uns zu stärken!
Vielen Dank, dass ihr als meine „Deutsche-Familie“ hinter mir steht und da seid!

In der Outreach-Zeit werde ich wahrscheinlich nicht dazu kommen Updates zu schreiben, da wir viel zu tun haben werden. Aber ich würde mich trotzdem über Nachrichten von euch freuen J
 
 
 
 




 
 

 
*Es tut mir leid, dass ich das mit den Bildern nicht so gut hinbekomme-
 ich wünschte ich würde mehr Bilder machen :)
 
 
 
In IHM verbunden,
Ida
 
 
 

Freitag, 18. Oktober 2013

Outreach Geld

Hallo aus Südafrika!

Nach einer stressigen Woche wegen Passangelegenheiten, den ich hier gestern neu beantragen musste, ist eine weitere Woche zu Ende und Gott hat viel getan!
Diese Woche hatten wir das Thema "Heilung und Befreiung", was besonders heute viel Heilung in einzelnen Leben gebracht hat! Gott ist wirklich am Werk!
Heute ist noch etwas tolles passiert: Einer der Studenten, der kein Geld für den Outreach hat, hat alles bezahlt bekommen!!! Gott ist wirklich gut und wir hatten eine kleine Party hier, weil wir Gott für seine Treue gefeiert haben :)
ABER es gibt immer noch drei Personen, die den ganzen Betrag für Outreach und teilweise auch noch mehr bezahlen müssen! Ich möchte Dich bitten, weiter dafür zu beten, dass jeder mit Geld versorgt wird!
Wenn Gott Dir auf's Herz legt Teil von dem ganzen zu sein Geld für Studenten zu geben, kannst Du hier spenden! Hier sind meine Kontaktdaten:

Ida Marie Henrichs
Ktnr: 1576065
BLZ: 46051240
Verwendungszweck: Outreach

Vielen Dank für jedes Gebet und für jede finanzielle Unterstützung!

Ida



 
 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt:


 
Mit diesem Video möchte ich Euch meine zweite Familie vorstellen: Ten Thousand Homes
 
 
 
 
Ein anderes Video über Dwaleni werde ich in den nächsten Tagen posten, damit ihr euch die Arbeit da besser vorstellen könnt!
(beide Videos sind von Laura Uechi erstellt)
 

Freitag, 27. September 2013

Ein Monat in Südafrika


Hallo!
 
Heute vor vier Wochen hat mich meine Familie zum Flughafen gefahren, wo ich mich mit Tränen verabschiedet habe, um in ein unbekanntes Land zu fliegen und Leute zu treffen, die ich gar nicht kenne.

Ich kann euch sagen- innerhalb von vier Wochen kann so viel passieren! Ich habe mich in ein Land verliebt, dass ich im ersten Moment gar nicht so toll fand. Unser ganzes DTS Team ist eine Familie geworden und ich habe echt tolle neue Freunde. Außerdem hat Gott sehr viel in mir gearbeitet und ich bin überwältigt von dem, was Er mir Stück für Stück über sich, aber auch über mich zeigt!

Wie im letzten Update erwähnt gehen wir donnerstags zu dem Feeding Programm in Dwaleni:

Dieser Tag ist einer der stressigsten Tage überhaupt, weil wir von einem „Programmpunkt“ zum nächsten fahren, aber es ist definitiv einer der besten Tage! Insgesamt haben wir drei Stunden in Dwaleni, in denen wir dort mit den Kindern spielen bzw. ihnen einfach Liebe entgegenbringen! Als wir das letzte Mal da waren hat mich das sehr getroffen, wie sehr diese Kinder nach Liebe suchen- von Anfang an hatte ich einen kleinen Jungen namens Lifa um mich herum, der die ganze eigentlich nur gedrückt werden wollte, und wenn ich meine Arme um ihn gelegt habe, hat er sie immer fester an sich gedrückt. Wir haben nicht viel geredet, was auch gar nicht notwendig war, weil er einfach nur Nähe gesucht hat.
Es ist eine so große Bereicherung und ein riesen Segen bei den Feeding Programms zu helfen, weil man sehr viel Freude sieht und einfach praktisch dienen kann. Ich liebe diese Tage!!!

Sonntags ist der zweite anstrenge Tag, und mein zweiter Lieblingtag:

Sonntags besuchen wir morgens die Gemeinde in der Community namens Mbonisweni, was echt viel Spaß macht! Neben den Kindern, die immer um einen herumschwirren, wird laut gesungen und es ist eine riesen Freude in dem Raum!
Nach der Gemeinde gehen wir dann zu den uns zugeteilten Familien (wie ich letztes Mal erwähnt habe). Ich bin mit Lafo (DTS Staff) in einem Team und wir besuchen sonntags die Familie von Lucricia. Als wir das erste Mal zu ihr gelaufen sind und dann das Haus gesehen haben, waren wir sehr erstaunt. Es ist ein „schönes“ Haus mit vielen Möbeln und einem Fernseher (der auch direkt angeschaltet wurde, als wir rein kamen). Ich freue mich mittlerweile auf die nächsten Monate und auf die Beziehungen, die im Moment entstehen!

Heute ist nicht nur mein Ein- Monat-Jubiläum, sondern es gibt auch noch eine andere spannende Ankündigung: Wir haben heute unsere Outreach Ziele gesagt bekommen, und ich freue mich sehr darüber! Die Länder sind Swasiland und Uganda!
Uganda ist wirklich mein Favorit gewesen und habe dieses Land in den letzten Wochen sehr auf dem Herzen gehabt- Gott ist echt gut!!
Der Grund, warum wir schon so früh über unsere Ziele Bescheid wissen, ist, dass viele aus dem DTS Team kein Geld haben, um die Outreachzeit zu bezahlen, und somit die Möglichkeit bekommen, Leute zu kontaktieren etc.
Ich bin sehr dankbar, dass Gott mir schon vorher das Geld zur Verfügung gestellt hat, was ich für die Outreachzeit brauchen werde, allerdings gibt es mehrere in unserem Team, die kein Geld haben.
 Hiermit möchte ich euch als meine Unterstützer bitten, mit dafür zu beten, dass jeder mit zum Outreach kann! Wenn Gott euch aufs Herz legt, die Outreachzeit finanziell zu unterstützen, fühlt euch frei mich zu kontaktieren, damit ich euch meine Kontodaten schicken kann. Ich würde gerne die Möglichkeit haben die anderen aus dem Team, die kein Geld haben, zu unterstützen.

Vielen Dank, dass ihr hinter mir steht und mich in dem unterstützt, was ich mache! Das bedeutet mir sehr viel.
 
Lucricia, Livia, Lafo, Limptandile und ich
 

das ist die Gemeinde
 

Jugendgottesdienst in Mbonisweni
 
 

In IHM verbunden!

Ida
 
 

Samstag, 14. September 2013

Siabonga Jesu!


(Danke Jesus in Siswati(aber ich bin mir nicht sicher wie man es schreibt :))
Eine super herausfordernde, witzige und gesegnete Woche geht vorbei.

Am vergangenen Montag hat die“ richtige Schulphase“ unseres DTS, mit dem Thema „learning how to live a life of worship“ (lernen, wie man ein Leben in Anbetung lebt), angefangen, und es war echt super gut:
„Anbetung ist meine Antwort auf das, was Gott für mich getan hat. Er hat alles für mich gegeben- wie könnte ich da irgendetwas zurückhalten? Gib Gott ALLES!“

Am Donnerstag sind wir als DTS Team mit allen Mitarbeitern nach Dwaleni gefahren, um bei der wöchentlichen Essensausgabe zu helfen (Wir werden ab jetzt auch jede Woche dabei sein).
Direkt nachdem die Kinder der Community Dwaleni Schulschluss haben, kommen sie  zu dem Ort der Essensausgabe gestürmt, sodass in kürzester Zeit ca. 300 Kinder auf einem kleinen Gelände versammelt sind, um zu spielen, Liebe zu empfangen aber hauptsächlich um zu essen! Der Hunger der Kinder ist groß, genauso wie die Not, die man in den meisten Augen sehen kann. Was mich sehr getroffen hat, ist, dass alle Kinder am ganzen Körper sichtbare Narben haben, die auf tiefe Verletzungen hinweisen! Wir wurden vorher schon „vorgewarnt“, dass es sehr viel Gewalt in den Familien gibt, aber das dann auch zu sehen (auch wie die Kinder miteinander umgehen) ist sehr schlimm.
Aber trotzdem hat der Tag dort sehr viel Spaß gemacht! Schon als das Auto mit den vielen weißen Leuten  vorgefahren ist, kamen alle Kinder angerannt, um uns zu begrüßen. Die ganze Zeit hatte ich mindestens zwei Kinder an mir, die in meinen Haaren gespielt haben oder einfach nur Berührungen haben wollten. Die Sehnsucht nach Liebe und Berührung ist super groß, und es ist echt schön zu sehen, wie man die Kinder mit so wenig zum Strahlen bringen kann!
Für die Essensausgabe war ich in der „Küchenschlange“ eingeteilt, in der wir die Teller für die Kinder fertig gemacht haben. Und ich kann euch sagen! Mit 5 Afrikanern und 3 Weißen in einem super kleinen Raum- das bedeutet Spaß, Gesang und Lautstärke! Ich liebe es, dass die Afrikaner immer singen und tanzen- und genau so war es auch da. Es hat echt super viel Spaß gemacht!

Morgen werden nach der Gemeinde in Gruppen à zwei Leute eingeteilt, um dann in eine uns zugeteilte Familie aus der Gemeinde zu gehen (was wir jetzt jeden Sonntag machen, um Beziehungen zu den Einheimischen aufzubauen).
Bitte bitte betet! Ich habe ein bisschen Angst davor, weil wir die Sprache hier überhaupt nicht kennen und auch die Armutsverhältnisse die wir da antreffen werden noch nie erlebt haben. Das ist eine echt große Herausforderung für mich, aber ich bin auch sehr gespannt wie das wird und was Gott tun wird!

Ich kann mittlerweile wirklich sagen, dass ich es liebe hier zu sein und mich auf die kommenden Monate freue!
Danke für eure Gebete und dafür, dass ihr somit den geistlichen Kampf mit kämpft!!

In IHM verbunden,
Ida

P.S. Bilder kommen beim nächsten mal :)

Donnerstag, 5. September 2013

Fast eine Woche Afrika :)


Hallo an alle zu Hause!

 

Das hier ist mein erster Blogeintrag aus Südafrika!

Ich bin jetzt sechs Tage hier und inzwischen kann ich auch sagen, dass ich sehr sehr dankbar dafür bin! Die ersten zwei Tage waren nicht so toll, weil mein Herz noch zu Hause war und nicht hier sein wollte. Aber Gott hat mir klar gemacht, dass ich jetzt hier bin und das nutzen sollte. ER hat mir seine Freunde gegeben und ich genieße jeden Tag.

Diese Woche haben wir DTS- Studenten noch „Orientierungswoche“, was bedeutet, dass alles noch ziemlich anders ist, als der zukünftige Ablauf. Aber ich habe schon jetzt super viel gelernt! Gott spricht jeden Tag auf verschiedenste Arten und Weisen und es super cool, das mit anderen zu teilen!

Insgesamt sind wir 10 DTS- Studenten aus fünf verschiedenen Nationen: Südafrika, Brasilien, Finnland, USA und Deutschland. Hier treffen wirklich die verschiedensten Kulturen aufeinander! Auf der einen Seite gibt es die „awesome“ Amerikaner, die von allem begeistert sind, dann gibt es die „crazy“ Afrikaner, die immer Musik hören und tanzen (was sehr cool ist!!), genauso wie die Brasilianer, die sich sogar selber „crazy“ nennen, und dann gibt es noch die organisierte, deutsche Person, die alle jeden Tag überrascht, weil sie trotzdem bei allem mitmacht J

Heute waren wir in den Communities Mbonisweni und Dwaleni, wo Essensausgaben und andere Dinge stattfinden. Wir werden in den kommenden Wochen jeden Donnerstag bei einer Essensausgabe in Dwaleni dabei sein, worauf ich mich schon sehr freue! Die Kinder sind super und der Grund warum ich hier bin, ist, Gottes Liebe weiter zu geben, was die Kids da echt brauchen.

 

Hier sind noch ein paar erste Eindrücke aus meiner vorübergehenden Heimat!
 
 



 
Die Aussicht
 

 
Die Einfahrt zur Base
 

 
Sonnenaufgang
 

 
Willkommensparty
 
 
 
 
 

Donnerstag, 29. August 2013

Nein, ich träume nicht: MORGEN GEHT ES LOS!!!


Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben, aber morgen ist der große Tag! Ich sitze nun tatsächlich endlich auf gepackten Koffern, um morgen früh in das große Abenteuer Afrika aufzubrechen.
Zuerst möchte ich mich für euer Interesse und eure Unterstützung bedanken! Es bedeutet mir wirklich sehr viel, dass meine Familie, meine Freunde und meine Gemeinde im Gebet hinter mir stehen! Wie schön es ist, zu wissen, dass es viele Gebetskämpfer gibt, die den Kampf mit kämpfen.

Morgen startet mein Flieger um 15.10h in Frankfurt. Der erste Zwischenstopp wird in Kairo sein und der zweite in Johannesburg. Hoffentlich pünktlich werde ich dann am Samstag um 9.50h in Nelspruit landen, wo ich dann von jemanden von der Organisation angeholt werde.

Ich bin schon sehr gespannt, was Gott in dem halben Jahr alles machen wird. Ich weiß, dass wir einem großem Gott dienen, der es liebt, das Unmögliche zu tun. Er wird mich sehr herausfordern, mich überraschen und überwältigen, worauf ich mich sehr freue, da ich mich danach sehne, näher zu Gott zu kommen und Sein Herz zu sehen.

Dieser Satz von einer Karte, die ich bekommen habe, ist sehr cool: Egal, wie viele Kilometer uns trennen, so sind wird doch verbunden durch IHN!

In diesem Sinne.

Die Ida

Mittwoch, 24. Juli 2013

Warum Afrika und warum Ten Thousand Homes?

Schon ziemlich lange liegt mir Afrika am Herzen- die Tiere, die andere Kultur, aber vor allem die Menschen. Es ist schon lange mein Traum, diesen Kontinent für kurz oder lang zu besuchen.

Als es dann wirklich darum ging zu überlegen, was ich nach dem Abi machen will, gab es drei Möglichkeiten: zur Bibelschule gehen, in einer anderen Stadt studieren, oder ein DTS machen.
Auf jeden Fall war für mich klar, dass ich eine Zeitlang von zu Hause weggehen wollte, um diese Zeit für Gott zu separieren und neu die Abhängigkeit von Ihm zu erfahren.
Um in meiner Entscheidung voran zu kommen (ich bin nicht sehr entscheidungsfreudig :)) habe ich mich näher mit den einzelnen Möglichkeiten auseinandergesetzt und bin bei der Suche nach verschiedenen DTSs auf die Internetseite von Ten Thousand Homes gestoßen, und war sofort begeistert. Mein Herz hat sich mit dem Drang gefüllt, genau das zu machen und ich wusste sofort, dass das von Gott war :)
Um weitere Infos zu dem Compassion DTS zu bekommen, habe ich eine E-Mail an die Organisation geschickt, woraufhin ich dann erfahren habe, dass es noch gar nicht ist, ob im Herbst 2013 überhaupt eine Schule stattfinden wird. Aber ehrlich gesagt hat mich das zu dem Zeitpunkt noch gar nicht beunruhigt, weil ich einfach einen so tiefen Frieden von Gott dafür bekommen hatte, das das einfach das Richtige sein musste.
Durch eine Freundin habe ich dann einen Vers bekommen, der das Ganze nochmal bestätigt hat:

"Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein."     1.Mose 12:1&2

Ein paar Monate später kam dann die langersehnte E-Mail, dass das DTS stattfinden wird, was mich sehr gefreut hat. Allerdings war von der Organisation aus nicht klar, wer die Schule leiten würde und wann genau das ganze stattfinden soll. Ich muss ehrlich sagen, dass ich in den darauffolgenden Wochen wirklich viele Zweifel hatte. Trotz der Zusage von Gott. Aber wie kann es auch anders sein, hat mich der Herr sehr viel gelehrt. Vor allem das Warten auf Seinen Zeitpunkt war herausfordernd, weil ich typisch deutsch bin und am liebsten alles schon lange organisiert, gebucht und geplant hätte. Gott hat mir auf echt coole Weisen immer wieder Bestätigungen gegeben und mir klar gemacht, dass ich im Glauben daran festhalten muss, was Er mir sagt!
So kam dann am 04. Juli die endgültige Bestätigung, dass ich an dem DTS in Südafrika teilnehmen kann.

Ich werde mich am 30. August hier auf den Weg machen, um erst mal 3 Monate in White River, Südafrika, zu verbringen . Dort werde ich an dem so genannten Compassen DTS teilnehmen, was eine Jüngerschaftsschule ist, wo ich mehr von und über Gott lernen werde. Der Schwerpunkt der Jüngerschaftsschule liegt auf Waisen und bedürftigen Kindern, was bedeutet, dass wir regelmäßig Einsätze in Dörfer machen werden, um dort Essen auszugeben etc. Auch die 2 1/2 monatige Einsatzphase, die sich der Schulphase in White River anschließt, wird auf Waisen in Afrika ausgerichtet sein. Ich weiß noch nicht in welches Land in Afrika es während der Einsatzphase gehen wird, aber sobald ich etwas dazu weiß, werde ich das hier veröffentlichen.

Genau wie es in dem Vers aus 1. Mose heißt, möchte ich mein Land, meine Familie und meine Gemeinde verlassen, um gehorsam gegenüber Gott zu sein und meinen Traum zu verwirklichen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich im Gebet unterstützen würdet! Ich freue mich sehr auf die Zeit, auch wenn das alles im Moment noch unreal für mich ist und ich mir noch nicht vorstellen kann, so lange von meinen Freunden und meiner Familie weg zu sein.

Bitte betet für:
- eine gute Vorbereitung, denn es geht schon in 37 Tagen los
- einen guten Flug (ich werde ca. 19 Stunden unterwegs sein und in Kairo und Johannesburg umsteigen)
- gutes Einleben in meinem "neuen Zuhause"

Vielen lieben Dank für euer Interesse und eure Gebete!

Ida